Das Thema des Flippers gab der legendäre Rockclub auf dem Sunset Strip in West Hollywood. Am 11. Januar 1964 wurde mit dem Whisky a Go Go der erste Rockclub im Grossraum der Stadt Los Angeles eröffnet. Begründer war Elmer Valentine (1923-2008), ein ehemaliger Polizist aus Chicago. Der auf dem 8901 Sunset Boulevard angesiedelte Club wurde in den 1960er Jahren zu einem der wichtigsten Treffpunkte von Musikern und Musikmanagern. Unter anderem hatten dort legendäre Bands wie The Doors, Alice Cooper oder The Mothers of Invention ihre ersten Auftritte. Der Name des Lokals leitet sich aus dem französischen „à gogo“ (etwa: „in Hülle und Fülle“) ab. Der Zusatz war Mitte und Ende der 1960er-Jahre in der verfremdeten Schreibweise in der amerikanischen Popkultur weit verbreitet.
Der A-Go-Go wurde 1966 von Williams gebaut. Der Flipper war der erste, der einen "Spinner" hatte. Sein Erfinder, Norm Clark, hat ein "Glücksrad" mit integriertem Ball im Spielbrett eingebaut. Wird das "Hole" nach dem Balleinwurf getroffen wird das Minispiel aktiv. Es gibt einen Extraball und diverse Punkte zu gewinnen. Rollt der Ball auf dem Glückrad auf das "Bonus"-Feld, wird die eigentliche Flipperkugel wieder aus dem "Hole" zum Flippern freigegeben.
Nebst dem "Spinner" sind auch die Flipperfinger einzigartig. Je ein Paar, also 4 Flipper, sind links und rechts angeordnet. Beim Spielen kann das auch schon mal etwas verwirren...
Obschon der Flipper 1966 gebaut wurde und die Technik damals noch nicht so weit entwickelt war, besitzt der A-Go-Go eine bemerkenswerte Spieltiefe und ist für sein Alter schwierig zu spielen.
Der A-Go-Go war der erste Flipper mit einer "Münztüre", wie sie noch heute verwendet wird.
Der Flipper ist mit seinen Farben Blau, Pink und Grün sehr bunt und für manchen Betrachter wirkt er sogar etwas "kitschig". Das Gerät widerspiegelt aber die Pop-Kultur jener Zeit. Bei unserem Modell wurde der Sarg umgefärbt. Dem früheren Besitzer war das Gerät wohl zu schrill und er liess den "Sarg" in einem schlichten Braunton übermalen.
Wie der ganze Flipper ist auch die Kopfscheibe im typischen 60s Look gehalten. Tanzende Menschen, bunte Farben, einfach "Happy-Feeling"
Vom A-Go-Go gibt es nur noch sehr wenige Exemplare. Im Jahre 1942 wurde die Geräte im Staat New York verboten. Weitere folgten. Die Flipper wurden konfisziert und zu 1000enden vernichtet. Der A-Go-Go hatte das Pech, dass die Gesetzeshüter eine ganze Lieferung von Williams abfing und die Geräte sofort vernichteten. Erst nach 30 Jahren Verbannung wurden das Aufstellen der Flipperautomaten 1976 in New York wieder erlaubt.
Die Vorgeschichte: Die Münz Automatenindustrie wollte den Stadtrat von New York in einem Hearing zur Aufhebung des Flipperverbots bringen. Dazu hat man einen der besten Flipperspieler, den 26 jährigen Roger Sharp engagiert. Er sollte den Stadtrat überzeugen, dass flippern kein Glücksspiel sondern ein Geschicklichkeitsspiel ist.
Man stellte ein zweites Gerät für den Störungsfall auf. Der Stadtrat, überzeugt von Manipulations Schwindeleien der Flipper Vertreter, wollten doch lieber das Reserve Gerät verwenden. Umringt von zahlreichen Jornalisten und Kameras holte Sharp zur finalen Kugel aus. Er zeigte auf ein schwieriges Ziel an der oberen Seite des Playfields, setzte an und tat was er sagte. Er traf in die Mitte. Fast vom Fleck Weg votete der Stadtrat für eine Aufhebung des Verbots. Andere Städt folgten.
Wir wollen uns nicht vorstellen was passiert wäre, hätte er nicht getroffen.