Als "Speak Easy" (Flüsterkneipe) bezeichnete man in den USA zu Zeiten der Prohibition Kneipen, in denen illegal Alkohol ausgeschenkt wurde. Den Speak Easy gibt es eine 2-Spieler und eine 4-Spieler Version. Insgeamt wurden vom der "4er" nur gerade 1000 Exemplare gebaut. Rund die Hälfte der Produktion wurde nach Europa Exportiert.
Auf dem Spielfeld wurden die Spielcasino-Motive wie Kartenspiel, Roulette und Jetons wunderschön integriert. Das Spezielle am Brett: Es ist nicht aus Holz sondern aus Kunststoff. Deshalb haben die meisten Geräte noch heute keine Abspielungen.
Wer Glück bei den oberen Kugeldurchläufen hat und diese in der richtigen Reihefolge durchläuft, gewinnt 2 Zusatzbälle. Gelingt dies nicht, kann man vor Abschuß einer Kugel durch den "Sacrifice"-Knopf (neben dem linken Flipperknopf) eine falsch beleuchtete Bahn löschen, allerdings zum Preis von 25.000 Punkten.
Mittig im Spielfeld dominiert einer 5er-Bank von Flyaway-Targets. Diese Täfelchen klappen nach oben weg, wenn die Kugel darunter her nach oben rollt. In Reihenfolge getroffen wird auch hier eine Freikugel gewährt.
Im unteren Bereich des Spielfelds ist ein Roulette-Rad eingelassen. Dieses dreht sich, sobald die Kugel ins Aus gegangen ist oder in eines der beiden beleuchteten Kugelfanglöcher eingelocht wurde. Das Roulette-Rad gewährt Punkte und Freikugeln, kann aber auch wieder Kugeln abziehen! Ein Spiel kann also auch schon nach einer Kugel vorbei sein.
Das Gerät beeindruckt mit einer sehr reizvollen "Add-A-Ball"-Variante, die sonst nur bei elektromechanischen Flippern zu finden ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Flippern, an denen man nur ein Freispiel und/oder eine Freikugel gewinnen kann, kann man am Speak Easy mehrere Freikugeln gewinnen - und zwar pro Spielkugel bis zu 9! Das bedeutet, daß man theoretisch unbegrenzt lange spielen kann, solange bis die letzte Kugel verloren geht. Die Anzahl der noch zu spielenden Kugeln wird unten auf der Buntglasscheibe angezeigt.
Passend zum Thema wurde der Flipper von Bally mit einigen Retro-Elementen ausgestattet. So besitzt der Speak Easy ein schmales Kopfteil - wie bei den Flippervorläufern der 1930er Jahre.